27 Februar 2017

Darf es auch etwas mehr sein? Mehr als nur Mutter und Hausfrau?

Diese Niedlichkeit habe ich auf Kundenwunsch genäht.
Schade, dass es ein Kundenauftrag war - mir hat es am Ende selber sehr gut gefallen und ich hätte es mir auch sehr sehr gut an der Zaubermaus vorstellen können. Aber ich freue mich natürlich auch, wenn ich anderen eine kleine Freude bereiten kann.


Dieser Post wird heute aber auch ein bisschen anders. Etwas persönlicher und offener. Wenn ihr darauf keine Lust habt *g* könnt ihr euch auch einfach die Fotos angucken ;-).


Heute ist für mich ein komischer Tag. ich werde etwas, wie soll ich das formulieren, sentimental? Nicht das die Maus im Juni schon 2 Jahre alt wird - wo ist die Zeit geblieben? - sondern genau in 2 Tagen, am Mittwoch starte ich wieder Vollzeit in meinem Beruf ein. Vollzeit!


Geplant war mein Wiedereinstieg auf VZ eigentlich schon im letzten Sommer - ja okay meine Elternzeit geht noch bis Juni diesen Jahres, aber es hieß erst, ich könne verkürzen, wenn ich es früh genug sage. Gesagt habe ich es, verkürzen ging nicht. Somit habe ich seit Juli auf Tagesverträgen in meinen Betrieb gearbeitet. Hier und da mal ein paar Tage. Für den Anfang ganz nett, aber leider war bzw ist dies kein planbares Geld. Ich habe die Tage aber auch genossen. Eine andere Aufgabe neben Haus, Haushalt und der Zaubermaus zu haben.


Ich würde lügen, wenn ich sie nicht vermissen würde, wenn ich auf der Arbeit bin - vor allem wenn Familien mit kleinen Würmern zum schwimmen kommen, aber dennoch habe ich die Auszeit als Mama sehr genossen.
Und nun hat es doch geklappt mit meiner Verkürzung der Elternzeit. Ich freue mich darauf wieder mehr zu arbeiten, hoffe natürlich auch, dass ich trotzdem noch zum Nähen komme. Vollzeit ist nämlich verdammt viel. Wir wollen es probieren - und um ehrlich zu sein, das Geld ist auch ganz
nett. Ihr wisst es ja alle Stoffe und andere Materialien kosten Geld und ich mag Stoffe einfach sehr sehr gerne *g*

Seit Juli 2016 leben wir vom Gehalt meines Mannes. Elterngeld gab es genau 1 Jahr lang und dann gibt es eben nichts. Beneidenswert wenn andere Familien lange zu Hause bleiben können - wir können es nicht, aber ich möchte es auch ehrlich gesagt nicht. Ich bin ja mehr als nur Mutter und Hausfrau!
Ja, ich bin hier wirklich ehrlich und mache es mit diesem Post auch öffentlich, aber wisst ihr was? Warum sollte ich es Schönreden?


Oftmals habe ich das Gefühl das man als Arbeitnehmer benachteiligt ist. Ein Krippenplatz für die Zaubermaus würde bei uns mehr als 400 € kosten und ich müsste sie täglich viele Stunden in Betreuung geben, da mein Mann und ich beide im Schichtdienst arbeiten. Die Lösung mit einer Tagesmutter ist für uns perfekt. Die Maus wird nur in der Mittagszeit betreut und vormittags oder nachmittags haben wir noch etwas von ihr.
Ich bin gespannt wie es kommenden Monat wird. Wie die Kleine es mit macht und wie es uns dabei geht. Mein Mann und ich arbeiten dann nämlich entgegengesetzt. Anders ist dies nicht möglich.

Das Experiment beginnt Mittwoch. Ich arbeite 24 Tage. 24 Tage mal Spätschicht mal Frühschicht oder Tagesschicht. Die letztere ist die unbeliebteste für mich *g*. Ich werde euch gerne berichten wie sich alles entwickelt.


Um nun einen positiven Abschluss zu finden der nicht sentimental klingt ;-). Diesen zauberhaften Bolero finde ich allein von den beiden Stoffen schon entzückend. Den Schnitt hatte ich damals Probegenäht und er ist doch tatsächlich etwas in Vergessenheit geraten. Eigentlich wird er komplett gefüttert genäht. Da die Webkante beim Jersey von Mamasliebchen etwas breiter ist, hat es für die Ärmel leider nicht gerecht, Somit habe ich diese nicht gefüttert. Das macht bei dem Außenstoff aber nicht, da der Jersey 2 lagig ist.
Mein Ergebnis finde ich dennoch so super süß und muss mal suchen gehen, ob ich den Außenstoff noch mal irgendwo bestellen kann ;-).

Liebe Grüße, Andrea
Schnitt: "Bolerojäckchen" von FrleinFaden*
Stoff: Strick Jersey "Baby Love taupe meliert,
"Falling leaves" von mamasliebchen*

Verlinkt bei: Sew Mini, Kiddikram

Kommentare:

  1. Ich wünsche dir einen guten Start. Ich arbeite derzeit nur 14 Stunden. Ab April dann 20. Wobei ich auch einfach 1,5 Stunden pendel, wenn alles glatt geht, sonst 2,5. Würde ich hier um die ecke arbeiten, wären es mit Sicherheit auch mehr Stunden. Zumindest wenn alles gut geht. Aber das geht halt auch nur, weil ich entsprechend verdiene.
    Grüße sonnenblume

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    1. Ich muss leider auch pendeln. Mein Arbeitsplatz ist 50 km entfernt. Mein Mann fährt nur 20 km. Ich bin gespannt wie es wird :-)

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    2. Meiner 120 ;-(ich arbeite bisher daher zwei ganze tage. Da seh ich zwergi nur kurz mal morgens an dem einen tag und an dem anderen kurz abends. Ist nicht so schön. Vor allem empfinde ich die Abende vorher immer so stressig. Mit seine Klamotten, Frühstück daheim, Frühstück für kiga, meine Klamotten, meine Brotzeit richten. Und am.besten Abendessen so weit vorbereiten, dass es nur noch heiß gemacht werden muss.

      Dein Bolero ist übrigens zuckersüß.

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    3. Oh das sind viele km. Dann bin ich mit meinen 50 km sehr glücklich und zufrieden;-)
      An den wenigen Tagen die ich bisher gearbeitet habe, hat das zum Glück schon gut geklappt. Die nächsten Wochen werden es zeigen wie es läuft:-)

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  2. Schön, deine Gedanken zu lesen. Meiner wird jetzt im März 2 Jahre. Ich arbeite also schon wieder ein Jahr. Statt 38 Stunden Vollzeit 32 Stunden. Es ist viel Organisation, aber ich arbeite gerne und nutze die Zeit mit dem Kleinen sehr intensiv. Es gibt nur wenig tage, an denen wir genervt sind: wenn einer krank wird und alles zusammenklappt. Krippe ist bei uns sehr preiswert mit 250€ voll im Monat und er geht gerne hin.
    Ich kann auf jeden Fall verstehen, dass du wieder arbeitest und wünsche einen tollen ersten Arbeitstag!

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    1. Ach ja. Die Jacke mag ich auch ;-)

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    2. Wow 250 € ist ja Schnapper;-) Bislang geht die Maus 3 Tage die Woche zur Tagesmutter was ihr auch sehr gefällt deswegen denke ich auch, dass sie mit 5 Tagen keine Probleme haben wird. Vormittags und auch nachmittags hat sie einen von uns für sich allein und wir nehmen uns die wenigen freien Tage um sie als Familie zu nutzen. Wir merken jetzt schon daseit VZ definitiv mehr Organisation verlangt als hier und da ein paar Tage:-)

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  3. Ich wünsch dir alles Gute für den Start in die neue Situation! Gönnt euch und besonders der kleinen Maus einige Zeit zur Eingewöhnung.
    Ich selbst arbeite 30h/Woche und zähle unter den Kita-Mamis als Exotin. Allerdings habe ich das wahnsinnige Glück, 4km von unserem Wohnort zu arbeiten.
    Alles Liebe und ich hoffe, trotzdem noch von dir zu lesen,
    Tanja

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    1. Zum Glück haben wir die Eingewöhnung bei der Tagesmutter schon seit Juli/August durch. Ich kenne auch viele Muttis die zu Hause sind und gar nicht das Bedürfnis haben zu arbeiten und mir das Gefühl geben schlecht zu sein, weil ich arbeiten gehen möchte. Verrückte Welt.
      Ich bin gespannt wie es wird:-)

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  4. Mein Sohn ist jetzt acht Monate alt und ich habe damals 15 Monate Elternzeit beantragt.
    Ich arbeite in der Pflege, habe aber auch Pflegepädagogik studiert und aktuell erschlägt es mich wirklich, diese ganzen Möglichkeiten der Zukunftsgestaltung zu durchdenken.
    Auf der einen Seite mag ich gern was aus mir machen - ich hab die Bachelorarbeit im
    Mutterschutz geschrieben und noch gar nichts mit meinem studium anfangen können - und auf der anderen seite mag ich auch echt gern zu Hause sein und den kleinen aufwachsen sehen. Irgendwann ist ja auch ein zweites Kind geplant, daher ... ach, keine Ahnung.
    Am liebsten würde ich mir gar keine Gedanken machen und es einfach auf mich zukommen lassen. Das klappt bei anderen ja auch 😅

    Was für ein Gedankenkarussell. Und sorry für den absolut uninformativen Kommentar, aber so geht es eben grade in meinem kopf rum 🙈

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    1. Ja die Zukunft kann oftmals beängstigend sein. Aber ich bin da auch so, dass ich gerne alles planen möchte und und und.

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  5. Im Mai habe ich auch ein Jahr Arbeiten rum nach der Elternzeit, volle 40 Stunden. Geldmässig war verkürzen leider nicht drin. Mir tut es manchmal schon leid den Mini den ganzen Tag kaum zu sehen, neue Dinge zu verpassen usw. Aber im Grossen und Ganzen klappt es ganz gut und zum Glück geht er gern in den Kindergarten.

    LG Nicole

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  6. Für mich klingt alles schlüssig was du schreibst. Du kennst deine Wünsche und Bedürfnisse, dein Partner ist dabei und die Kleine schon an die Bedingungen gewöhnt. Sicher wird nie immer alles glatt laufen, aber wenn du grundsätzlich bei dir bist ist alles gut. Wenn es gar nicht klappt oder sich die Bedürfnisse ändern, reagiert man eben. Ich habe für mich beschlossen weniger Angst zu haben und Dinge einfach zu tun (ich arbeite seit er ein dreivierteljahr ist Vollzeit, bin unverheiratet, der Papa war zeitweise daheim und arbeitet jetzt Dreiviertel, ... ). Ich wünsch dir alles alles Gute! Ingrid

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Vielen lieben Dank für dein Kommentar :)
Andrea